Meeting 1 vom 22.07.2025

Meeting 1 vom 22.07.2025 - Zusammenfassung

Start mit Vorstellungsrunde.
Jede*r teilt eine schulische und eine außerschulische Stärke des eigenen Kindes. Es kamen tolle Ideen zusammen, wie das Lernen bei den Kindern bereits gut läuft: mit Bildern, Memory-Spielen, Wörter in Vogelsand schreiben, Online-Spiele und Eselsbrücken. Die wichtigste Erkenntnis: Man sollte immer die Stärken der Kinder nutzen und sie kreativ, in Bewegung, mit Bildern, Musik oder anderen kindgerechten Zugängen lernen lassen.

Fragen und Antworten

Wie lang steht der Kurs zur Verfügung?
Im Prinzip lebenslang. Also, so lange ich dieses Business betreibe und die Plattform benutze. 

So kann man die Übungen und Spiele auch später im Schuljahr oder im Winter bei schlechtem Wetter immer wieder nutzen. Oder auch für das 2. Kind. 

Gibt es die Online-Spiele zu allen Vokabelbögen?
Ja, es wird sie für alle Wortgruppen geben. Manche Spiele fehlen im Moment noch, werden aber nachgereicht.

Wie ist es mit dem Lernen in den Sommerferien?
Das ist ganz unterschiedlich – je nach Kind. Wichtig ist, dass man das Kind beobachtet und im Austausch bleibt. Es sollte mitentscheiden dürfen, ob und wie gelernt wird. Es gibt dazu auch einen Blogartikel mit Tipps:
https://diana-selig.de/blog-gute-laune-strategien-ferien-lernen/

Wie lerne ich mit meinem Viertklässler? Soll er schon ganze Sätze lernen?
In der vierten Klasse sind die Sätze meist noch zu schwierig, weil die Kinder noch nicht so viele Wörter kennen und die Grammatik noch fehlt. Deshalb reicht es, sich auf die Wörter zu konzentrieren. Man kann die Sätze, die auf den Karten stehen, dem Kind einfach vorlesen und es mitsprechen lassen, wenn es möchte.

Vorschlag aus der Runde:
Die Wortmuster (also die Reimgruppen) sollten auf jeder Karte stehen, damit man auch nach dem Ausschneiden noch erkennt, welche Karten zusammengehören.
Mach ich gern, wird aber ein bisschen dauern!

Sollen unregelmäßige Verben von Anfang an mitgelernt werden?
Ja, das ist eine sehr gute Idee, weil diese in der Schule später oft plötzlich in großer Zahl verlangt werden und dann wie ein riesiger Berg wirken. Wenn man sie von Anfang an langsam mitlernt – auch schriftlich – ist das viel entspannter.

Was, wenn einen 10 Minuten jeden Tag überfordern?
Dann kann man sich einfach vornehmen, insgesamt weniger Wörter zu lernen. Für einen 4.Klässler z.B. sind auch schon nur 20 oder 30 Wörter von den 300 ein super Start. Es geht nicht darum, alles zu schaffen. Man kann auch einfach mal nur die Spiele machen und gar keine Karten lernen. Wichtig ist, dass weder Eltern noch Kinder Druck verspüren. Der Kurs läuft nicht davon – alles kann in eigenem Tempo passieren.

Was mache ich, wenn es für mich als Mama schwierig ist, mein Kind zu motivieren?
Hier hilft es, das Lernen in ein Ritual einzubetten. Zum Beispiel könnte ein bestimmtes Lied gespielt werden – und wenn das vorbei ist, startet die Lerneinheit. So muss nicht immer die Mama den Startschuss geben. Wichtig ist auch, das Kind möglichst oft mitentscheiden zu lassen, wie, wann und wo gelernt wird. Das gibt dem Kind Selbstwirksamkeit und entlastet die Eltern.

Wie ist es mit der Wiederholung – wann und wie oft?
Ideal ist die sogenannte Turbo-Wiederholung. Dabei fragt man das Wort schon während des ersten Lernens mehrfach ab, z. B. nach ein paar Sekunden, dann nochmal am Ende der Runde. So merkt man sich das Wort besser. Je nach Motivation kann man schwierige Wörter abends nochmal wiederholen. Dann in den Karteikasten geben und am nächsten Tag gleich mit der Wiederholung im 1. Fach starten. Wichtig ist die Qualität der Einspeicherung: Wenn das Wort gleich richtig und intensiv gespeichert wird, spart man sich später viele Wiederholungen. 

Ist die Ähnlichkeitshemmung berücksichtigt?
Ja. Die Vokabeln auf einem Bogen hemmen sich nicht gegenseitig, weil sie entweder gleich ausgesprochen oder gleich geschrieben werden. Das erleichtert das Lernen enorm.

Problem: Lückentexte auf dem Gymnasium – hilft der Kurs dabei?
Ja, zum Teil. Lückentexte setzen oft einen sehr großen Wortschatz und gute Grammatikkenntnisse voraus. Die Magic Words helfen, weil sie für Verständnis und Satzbau zentral sind. Wenn es hier z.B. bei Fragewörtern oder Pronomen (auch Teil der Magic Words) noch Lücken gibt, hat das Kind oft Probleme mit den Texten. Dann unbedingt die Magic Words gut lernen. Danach ist es sinnvoll, gezielt Lückentexte zu üben – am besten mit Themen, die das Kind interessieren. ChatGPT kann z. B. individuelle Texte erstellen, in die gezielt die gelernten Wörter eingebaut werden.

Wie nutzt man den Vokabelfahrplan am besten?
Der Fahrplan ist ein Vorschlag – kein Muss. Er dient der Orientierung und zeigt eine sinnvolle Reihenfolge der Lernformen (Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben). Aber man kann ihn jederzeit anpassen. Wichtig ist, das eigene Kind gut zu beobachten und auf seine Bedürfnisse einzugehen. Auf dem Fahrplan steht z. B. nicht das Sätzebilden, weil ich die Kinder nicht überfordern wollte. Aber man kann das natürlich dazunehmen – z. B. beim Abfragen die Schwierigkeit steigern: erst das Wort E-D, dann D-E, dann Sätze übersetzen lassen oder Lückensätze machen. 

Wie wichtig ist Hörverstehen?
Sehr wichtig! Der Aufbau sollte in Stufen erfolgen: zuerst einzelne Wörter, dann Sätze, später ganze Texte. Diese kann man sich mit TTS-Reader-Software vorlesen lassen: https://ttsreader.com/de.

Auch Hörspiele, Serien und Filme sind sehr geeignet. Tipps dazu stehen in diesem Blogartikel:
https://diana-selig.de/blog-videos-und-filme-zum-englischlernen-fuer-kinder-und-eltern/
Empfohlen wurden in der Runde auch z. B. die 5-Minuten-Geschichten von PONS und das Dschungelbuch auf Englisch.

Wie kann man eigene Texte mit dem Kind üben?
Eine gute Möglichkeit ist, sie direkt mit ChatGPT zu erstellen – am besten gleich im Stil der Birkenbihl-Methode. Dabei wird der englische Satz mit einer wörtlichen deutschen Übersetzung unterlegt. So ist der Text sofort verständlich und danach kann man Hörverstehen oder Lückentext üben. Hier findest du eine Erklärung zur Birkenbihl-Methode: 
https://diana-selig.de/entspannter-englisch-lernen-mit-der-birkenbihl-methode/

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